Gebt den Kindern einen Garten

Dabei dreht sich alles um Gemüsegärtnern mit Kindern in Kindergarten und Schulen, Good Practice Beispiele und die Schaffung von dafür notwendigen Rahmenbedingungen im Bildungsbereich.

Der Kongress findet im Rahmen des Erasmus+-Projektes „Schulgarten zum Wachsen“ statt, in Kooperation von HAUP, Acker Deutschland und Acker Österreich.

 

Programm folgt in Kürze!

Lebensmittelauswahl im Produktedschungel

Viele unserer Kinder haben bereits in jungen Jahren mit Übergewicht und anderen Folgen von Fehlernährung zu kämpfen. Die Supermarktregale biegen sich vor Angeboten, die speziell an Kinder und Jugendliche gerichtet sind, doch die wenigsten dieser Lebensmittel erfüllen tatsächlich die ernährungsphysiologischen Bedürfnisse der Zielgruppe. Was brauchen Kinder und Jugendliche wirklich? Welche Lebensmittel erfüllen diese Bedürfnisse? Wie kann man die „food literacy“ der Kinder fördern und ihnen die Auswahl erleichtern?

In diesem dreistündigen Webinar werden Projekte vorgestellt, die Kindern, Eltern und Pädagog:innen die Navigation durch den Produktedschungel ermöglichen sollen. Von einer App, die Lebensmittel und ihre Nährwerte auf einen Klick vergleicht, über Richtlinien für das ausgewogene Schulbuffet und die gesunde Jause, bis hin zu praktischen Umsetzungsmöglichkeiten im Unterricht ist alles dabei.

Kommen Sie mit und werden Sie Entdecker:in des Lebensmitteldschungels!

Lernziele

  • Mit Hilfe des Online-Tools „Lebensmittel unter der Lupe“ Nährwerte schnell und einfach vergleichen
  • Bewusste Lebensmittelauswahl treffen
  • Schulbuffet und Jause gesund, vielfältig und ansprechend gestalten
  • Experimente und Spiele für den Unterricht planen
  • „Food literacy“ im Klassenzimmer umsetzen

Boden begreifen, Klima schützen und fruchtbare Böden erhalten

Boden ist unsere Lebensgrundlage und spielt als auch als Kohlenstoffspeicher und -quelle eine bedeutende Rolle für unser Klima. Um einen hohen Selbstversorgungsgrad der österreichischen Bevölkerung mit hochwertigen Lebensmitteln sicherzustellen müssen die fruchtbaren Ackerböden Österreichs vor weiterer Versiegelung geschützt werden. Außerdem filtert Boden unser Trinkwasser. Und warum brauchen wir Boden für unsere Kleidung, Gebäude, Möbel und Medikamente wie Penicillin? Welche Organismen leben im Boden? Wie kann uns Boden (z.B. vor Hochwasser) schützen? Wie beeinflusst Boden als C-Speicher unser Klima? Wieso können wir durch das Sammeln von organischen Abfällen und durch Kompostieren zum Bodenschutz und damit gleichzeitig zum Klimaschutz beitragen? Warum ist es so wichtig Versiegelung und „Flächenverbrauch“ rasch einzudämmen?

Die Inhalte eignen sich für den kompetenzorientierten und fächerübergreifenden Unterricht in der Schule und können zum Teil auch im Freien eingesetzt werden.

Außerdem: Linkliste zu umfangreichem Material inklusive Filme

Lernziele

  • Infos zur Wechselwirkung Boden-Klima
  • Bodentiere unter der Lupe
  • Bodenfunktionen verstehen und wie wir den Boden und somit auch „das Klima“ schützen können
  • Wissenswertes zum Thema Bodenverbrauch und Bodenversiegelung
  • Umsetzungsvorschläge für den Unterricht (Stundenbilder, Rollenspiele, Experimente, Filme, uvm.)

Preis und Wert

Was kostet unser Essen? Was ist es wert? Kennen Sie die Preise? Die wahren Kosten für Lebensmittel finden sich jedenfalls nicht auf dem Preisschild. Wie entstehen Preise am Point of sale? Kann man mit Preisen den Konsum steuern (Stichwort: Zuckersteuer)? Wieviel kostet uns die Lebensmittelproduktion wirklich? Ist gesunde Ernährung nur für Besserverdiener? Sind Bio und regional auch dann teurer, wenn auch die externen Kosten, die von der Gemeinschaft getragen werden, mitgerechnet werden? Externe Kosten, das wären Kosten für Stickoxide, Feinstaub und Treibhausgase, die bei der Lebensmittelerzeugung entstehen, aber auch Schäden durch Bodenerosionen, Überdüngung, Lebensmittelabfälle, Antibiotikaresistenzen oder Lebensmittelimporte aus wasserarmen Gebieten – das alles wird nicht in die Lebensmittelbepreisung einbezogen. Doch auch wenn man sich dieser Kosten nicht bewusst ist, gezahlt werden sie trotzdem – über Steuern, Abgaben und Krankenkassenbeiträge – oder sie werden verlagert, auf entfernte Länder und nachfolgende Generationen.

Wir diskutieren die vielen Facetten von Preis und Wert von Lebensmitteln. Wir stellen links zu wertvollen Hintergrundinformation vor und laden mit Rechenspielen virtuell zum Einkauf. Nicht zuletzt gibt es viele Ideen und Werkzeuge für den Unterricht.

Lernziele

  • Bewusstwerdung des gesellschaftlichen Wertes von Lebensmitteln und Landwirtschaft
  • Kritische Auseinandersetzung mit Preisgestaltung und Kosten der Lebensmittelproduktion und den Spannungsfeldern von Globalisierung und Regionalisierung, Mangel und Überfluss, Tradition und Moderne
  • Erkennen von alternativen Möglichkeiten der regionalen Lebensmittelversorgung

Alles Bio oder was?

Wissen wir, woher unser Essen stammt, welche Zusatzstoffe enthalten sind, wer es produziert hat? Wie sieht es mit Tierwohl- oder Sozialstandards, wie mit dem Gesundheitswert aus? Wie erkenne ich gutes, gesundes Essen? Die Antwort ist nicht so einfach wie die Frage.

Vielen ist nicht egal, wo unsere Lebensmittel herkommen und unter welchen Bedingungen sie erzeugt werden – und das ist gut so! Unsere Kaufentscheidungen haben Einfluss: auf die Einkommenssituation unserer heimischen Landwirte, auf die sozialen Bedingungen, unter denen Landarbeiter:innen in Schwellenländern arbeiten müssen. Auf die Haltungsbedingungen von Tieren, die Erhaltung alter Nutztierrassen und Gemüsesorten bis hin zur Abholzung von Regenwäldern zur Produktion von Futtermitteln – mit klimarelevanten Folgen.

Fairtrade, Herkunftsdeklaration, diverse Biosiegel und andere Gütesiegel können uns bei unseren Kaufentscheidungen Orientierung geben – doch welches Zeichen steht wofür? Kurze Wertschöpfungsketten erhalten Ernährungssouveränität und Kaufkraft in der Region. Doch wie komme ich zu guten, gesunden und regionalen bzw. lokalen Lebensmitteln? Welche Einkaufsmöglichkeiten bieten sich für Schulen oder Privathaushalte abseits von Supermärkten? Welche Chancen und welche Grenzen bieten die verschiedenen Vermarktungsmöglichkeiten für Bauern und Bäuerinnen und für Konsument:innen?

Lernziele

  • Einblick in den Lebensmittelmarkt
  • Überblick über aktuelle Gütesiegel
  • Regionale Einkaufsmöglichkeiten für Schule und daheim kennenlernen
  • Aktionsmöglichkeiten für Unterricht und Schulverpflegung

Von der Milch zu Butter, Joghurt und Käse

Milchverarbeitung ist nicht schwer und macht vor allem Spaß! In diesem Webinar erfahren Sie, wie man mit Haushaltsgeräten und günstigem Zubehör Joghurt, Frischkäse, ungereiften Weichkäse und einiges mehr herstellen kann. Das funktioniert in der Schulküche oder im Kindergarten genauso gut wie im eigenen Haushalt.

Kurze Filmfrequenzen während des Webinars zeigen Ihnen den gesamten Ablauf mit allen Arbeitsschritten der einzelnen Produkte. Die Produkte benötigen Zeit zum Entstehen – darum haben wir das Webinar in zwei aufeinander folgenden Tagen geplant. Joghurt (auch Müslijoghurt), ungereifter Weichkäse, aber auch Frischkäse können während des Webinars angesetzt und am zweiten Tag fertig gestellt werden. Im Vorfeld erhalten Sie eine Checkliste dafür benötigter Utensilien, Arbeitsgeräte und Zubehör.

Ein Skriptum mit Theorie, Rezepten, Checklisten sowie einem Zeitplan für eine erfolgreiche Praxiseinheit (4-5 Stunden) mit Schülern unterstützt sie bei der Umsetzung des Themas!

Lernziele

  • Kennenlernen der Grundlagen der Milchverarbeitung
  • Mit Hilfe einer Anleitung Milch zu verschiedenen Produkten verarbeiten können;
  • Fähigkeiten Gelerntes mit Schüler:innen im Unterricht umsetzen zu können

Mythos Milch

Milch begleitet die Menschheit schon seit vielen Jahrtausenden – seit Tiere gezähmt und nicht nur gejagt wurden. Milch und Milchprodukte sind ein Teil der österreichischen Esskultur und kommen in traditionellen Rezepten in vielfältigster Form vor. Und doch wird kaum ein Lebensmittel so kontrovers diskutiert, wie die Milch.

Ist sie nun gesunder Kalziumlieferant oder Risikofaktor? Schleimauslöser oder Muntermacher? Haben die moderne Milchproduktion, Haltungsbedingungen und Fütterung der Kühe einen Einfluss auf die Qualität? Ist Milch für Kinder/Jugendliche zu empfehlen?

Im Seminar beschäftigen wir uns mit den vielen aktuellen Fragen rund um Milch.

Das erwartet Sie im Webinar:

  • Milch – Fakten & Mythen
  • Hintergründe, aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse
  • Milchvielfalt in den Regalen – Was bedeuten Rohmilch, Frischmilch, Biomilch, länger frisch, laktosefrei, Heumilch, & Co?
  • Gütezeichen, Kriterien und Qualitätsunterschiede
  • Milchmarkt – Milchwirtschaft in Österreich
  • Milchkühe & Klima, Tiergesundheit/Tierwohl
  • Schulmilch – Wie wichtig ist sie? Welche Qualitätskriterien sind zu beachten? Inhaltsstoff-Check

Lernziele

  • Fakten, Mythen und aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse zu Milch und Milchprodukten
  • Die Milchproduktevielfalt in den Regalen erkennen und bewerten
  • Aktionsmöglichkeiten in der Sekundarstufe I und II

Food waste

Täglich landen Tonnen von genießbaren Lebensmitteln im Müll – in der Landwirtschaft, in Handel und Industrie, in Gastronomie und Schulkantine, und nicht zuletzt im privaten Haushalt.

Was sind die Gründe? Welche Lebensmittelabfälle sind vermeidbar, welche nicht? Was wäre (einfach) zu ändern? Welche ethischen Fragen gilt es zu klären? Wie kann der Kostenmythos entzaubert werden? Zero Waste: nose to tail, leaf to root – passt restlose Verwertung überhaupt zu den Konsumgewohnheiten heutiger Jugendlicher?

Kinder lieben es zu kochen. Schnipseln, rühren, abschmecken – alles ist Abenteuer für die Kleinen. Aber wie sieht´s mit Jugendlichen aus? Sie stopfen sich die Mägen mit Fast Food voll und lümmeln dazwischen vorm Computer. So zumindest das erwachsene Vorurteil. Doch zunehmend finden Jugendliche, dass es ein Vergnügen ist, selbst am Herd zu stehen. Sie machen sich Gedanken über ihr Essen und die ökologische Auswirkung Ihres Essverhaltens. Mit dem Thema Food Waste können Jugendliche für ein kritisches selbst bestimmtes Konsumverhalten sensibilisiert und gewonnen werden!

Mit Hilfe des Lebensmittel-Abfalltagebuchs kommen sie dem eigenen Lebensmittelabfall, der übrigens meist massiv unterschätzt wird, auf die Spur. Sie lernen spannende Initiativen kennen von „unverschwendet“, über „Lebensmittel sind kostbar“, „food sharing“, „Taste the Waste“, Abgabe an „Tafeln“ bis hin zur Kompostieranlage als „letzter würdiger Unruhestätte“ für Biomüll.

Lernziele

  • Überblick über aktuelle Daten und Fakten von Lebensmittelverschwendung in der EU und Österreich
  • Lösungsansätze und Handlungsempfehlungen für den privaten Alltag
  • Initiativen gegen Lebensmittelverschwendung in Schulen und Unterrichtsmaterialien für verschiedene Schulstufen

Natürlich konservieren – pikant

Es wird derzeit gegartelt wie nie. Das verspricht eine reiche Gemüse- und Kräuterernte, die haltbar gemacht werden kann. Doch wie geht das genau? Worauf ist zu achten? Welche Ausstattung brauchen wir dazu?

Im Seminar lernen Sie die mikrobiologischen und küchentechnischen Grundlagen der Haltbarmachungsmethoden Heißabfüllen, Einkochen, Einlegen in Salz und Öl und der ältesten und wohl geschmacklich raffiniertesten Form des Konservierens, der Milchsäuregärung oder Fermentation, kennen. Und zwar ganz konkret an den Beispielen Pesto, Suppenwürze, Sugo, Gemüseaufstrich und Kimchi.

Das Seminar bietet trotz Online-Format nicht nur Theorie und Hintergrundwissen, sondern wird sehr praxisbezogen sein. Die Teilnehmer:innen werden auch selbst Hand anlegen und Kostproben herstellen können.

Lernziele

  • Grundlegende chemische, physikalische und mikrobiologische Grundlagen der Konservierung
  • Konservierungsmethoden praktisch umsetzen – an den Beispielen Pesto, Suppenwürze, Sugo, Gemüseaufstrich und Kimchi
  • Rezepte und Tipps für die konkrete Umsetzung

Natürlich konservieren – süß

Früchte, Blüten, Kräuter für den süßen Vorrat – Neues zu probieren, selbst einzukochen oder zu saften ist nicht nur Mühe, sondern bietet auch Entspannung und Ausgleich zum Alltag. Im Seminar schaffen wir uns einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten des schonenden Konservierens und beschäftigen uns mit den mikrobiologischen und küchentechnischen Grundlagen der Herstellung von Fruchtaufstrich und Marmelade, von Kompott, Chutney, Fruchtmus, Röster & Co, vom Trocknen und der Saft- und Sirupherstellung. Wir lernen verschiedene Süßungs- und Geliermittel kennen und diskutieren deren Vor- und Nachteile.

Das Seminar bietet Theorie und Hintergrundwissen sowie Einblicke in die Küchenpraxis. Die Teilnehmer:innen werden auch selbst Hand anlegen und Kostproben herstellen können.

Lernziele

  • Grundlegende chemische, physikalische und mikrobiologische Grundlagen der Konservierung
  • Konservierungsmethoden praktisch umsetzen – an den Beispielen Sirup, Kompott, Fruchtmus, Saft/Nektar, Gelee und Konfitüre und getrocknetes Fruchtkonfekt
  • Rezepte und Tipps für die konkrete Umsetzung